Die spanische Exklave Ceuta ist in eine schwere Krise geraten, nachdem Zehntausende Migranten aus Marokko in das Gebiet strömten. Die Situation hat nicht nur Spanien, sondern auch die EU in Alarmbereitschaft versetzt. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni bezeichnete die Bilder aus Ceuta als „erschütternd“ und setzte daraufhin das Schengen-Abkommen mit Spanien vorübergehend aus (de.nachrichten.yahoo.com). Die Auswirkungen der Maßnahme sind noch unklar, doch die Spanier reagieren mit Sorge.

Die Migranten, die vor allem aus Marokko stammen, drängten in die spanische Exklave, was zu einem Chaos an der Grenze führte. Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete den Andrang als „Angriff“ auf Spanien und forderte eine klare Haltung gegenüber der Migration (cash.ch). Zudem setzt Spanien erstmals seit 2021 erneut Militär ein, um die Grenze zu sichern. In der Folge wurden bereits 57 Leichen geborgen, was die Schwere der Situation unterstreicht.

EU-Politiker kritisieren die spanische Migrationspolitik und fordern in manchen Fällen sogar den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum (zeit.de). CSU-Politiker wie Manfred Weber drohen mit der Einsetzung von Frontex, um die Situation zu kontrollieren. Die Spanier müssen nun zeigen, wie sie Ordnung schaffen können, um die Krise zu lösen.