Italien hat das Schengen-Abkommen mit Spanien vorübergehend ausgesetzt, nachdem Zehntausende Migranten die spanische Exklave Ceuta überquert haben. Die Maßnahme wurde am Freitagabend von der italienischen Regierung bekanntgegeben. Die Behörden befürchten, dass der Andrang von Migranten die Grenzen der EU unter Druck setzen könnte. Die Entscheidung wurde auf Grundlage neuer Erkenntnisse getroffen, die im Ausschuss für Migrationsanalyse und Grenzsicherheit ausgewertet wurden (news.at).
Die Migrationsbewegung in Ceuta hat einen Ausnahmezustand ausgelöst. Laut spanischen Medien sind bis zu 50.000 Menschen in die Exklave eingewandert, wobei Dutzende bei der Überquerung der Grenze von Marokko nach Spanien ums Leben kamen. Premierminister Pedro Sánchez bezeichnete den Andrang als „Angriff auf die territoriale Integrität Spaniens“. Fachleute sehen mehrere Faktoren als Ursache, darunter politische und wirtschaftliche Unsicherheit in Nordafrika (orf.at).
Zudem setzt Italien Grenzkontrollen für Flugzeuge und Schiffe aus Spanien ein. Dies gilt als Maßnahme zur Sicherung der europäischen Grenzen. Die italienische Regierung betont, dass der Schritt notwendig sei, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten (n-tv.de).

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